Donnerstag, 14. Februar 2013

6 Tage bis zum Einzug, Bilder

Wie versprochen ein paar Eindrücke.
Anmerkung: Die Bilder sind abends mit dem Handy gemacht, die Türen sind schneeweiß und nicht etwa cremefarben, wie es auf den Bildern teilweise erscheint.


ein Kinderzimmer mit fertigem Boden



 Edelstahlapplikationen an der Duschabmauerung

 



 Fliesen- und Sockelanschluss an ein bodentiefes Fenster
 




 Wandecke mit perfekt eingearbeiteter Dehnungsfuge. 
(auf dem Bild sind zwei Dehnungsfugen!)



 Drückerplatte des Urinal aus massivem Edelstahl (5mm dick!).  
Teuer, Luxus...aber ich musste sie haben :-)

 


 Eine der Innentüren
 
 


 Waschbecken im Gäste-WC
 

WC-Garnitur im Gäste-WC

Mittwoch, 13. Februar 2013

6 Tage bis zum Einzug

Man kann es kaum glauben, aber das Drama neigt sich dem Ende entgegen.
Nachdem uns so ziemlich alles um die Ohren geflogen ist und wir wirklich mitgenommen haben was geht...soll am 19.2. tatsächlich der Einzug erfolgen.

Das Drama in Kurzfassung:
- eigentlicher Hausverkäufer (der mir besser nicht mehr begegnen sollte) ein Totalausfall
- Bodenverhältnisse ein Desaster, das Grundwasser steht bis zur Kellerdecke (!) permanent an
- Bauunternehmer insolvent gegangen
- neben den dann zwangsweise anfallenden Mehrkosten erwies sich seine "Kalkulation" (so schlecht kann man nicht mal WÜRFELN) als völlig daneben....plötzlich fehlten schlanke 50tsd Euro um das Haus fertig zu bekommen
- Architekt verplant sich bei der Dachgaube...es muss im wahrsten Sinne des Wortes gefrickelt werden, weil die Fenster in der Gaube nicht so passen konnten, wie angedacht
- Architekt verplant sich ebenso (!) beim Bodenaufbau, die Türstürze sind zu niedrig, der Estrich passt in der vorgesehenen Höhe nicht mehr
- bezugnehmend zum vorherigen Punkt: natürlich war demzufolge auch der Meterriss falsch und die Treppe ergab eine nette Stolperfalle in Form einer halbhohen Stufe oben im OG und unten im Keller

Den ganzen Kleinkram erwähne ich gar nicht mehr, falsche Fensteröffnungen im Rohbau, vergessene Wechsel im Dachstuhl (waren ja nur DREI, zweimal Dachflächenfenster und, nichts was man merken würde, die Öffnung für die Treppe zum Spitzboden), alle Fensteröffnungen waren falsch, es wurde mit Gurtkästen "geplant" die mangels Gurten (elektrische Rollos!) logischerweise nicht benötigt wurden....usw. Kann man ein Buch drüber schreiben. (ich überlege ernsthaft dies zu tun)

Vorsichtig ausgedrückt wäre wohl die Masse der Bauherren daran verzweifelt, hätten sich getrennt und wären in die Privatinsolvenz geraten.

Die Belastung, fern jeder berechtigten Geldsorgen, ist kaum vorstellbar, nochmal mache ich das SICHER nicht. Im Jahr 2012 hatte ich genau 6 Urlaubstage, da beruflich einiges schief gelaufen ist. Seit der Insolvenz (6 Monate) hatte ich 18-20Stunden Tage und KEIN einziges Wochenende.
Welche Belastung dies für einen selber und vor allem für eine Beziehung mit sich bringt brauche ich glaube ich nicht weiter erklären... (ich habe ja nur 10kg abgenommen :-))

Letztlich ist das Leben aber ein stetiger Kampf und man muss sich allen Herausforderungen stellen. Haben wir...und GEWONNEN.

Was ist dabei rausgekommen? Unser Traumhaus?

Schwer zu sagen, es fehlt momentan ehrlich gesagt an Energie um sich zu freuen oder irgendwas zu genießen. Aus dem Traumhaus wurde ein zu lösendes Problem. Das gönne ich keinem....

In nüchternen Fakten:
- wir stemmen es finanziell, wenn auch unter Schmerzen
- das Haus hat viele Dinge erhalten, dazu später mehr, die eigentlich als zu teuer erschienen und mehr Wunsch, als Realität waren
- Außenanlagen oder eine Garage sind leider der Insolvenz zum Opfer gefallen, hier müssen wir halt nach und nach fertig werden, ist momentan finanziell nicht drin
- unter dem Strich ist unser Haus nicht zu teuer geworden, wir haben einen mehr als guten Gegenwert und faktisch nicht zuviel bezahlt
- wenn irgendwer was zum Thema "bauen" wissen will, ich weiß es. Notgedrungen wird man da zum halben Fachmann

In emotionalen Fakten:
- der Hausbau hat (und macht) keinen Spass, viel schlimmer kann es einen nicht treffen. Andere waren am Richtfest stolz wie Olle, ich hatte da schon den Kanal gestrichen voll. Das ist schade, da man ein Haus im Leben nicht sonderlich oft baut :-(
- meine Regierung daheim kriegt Lob & Tadel:
Lob: sie hat mich, übermüdet, völlig angenervt und SEHR reizbar, irgendwie ausgehalten. macht auch nicht jede :-)
Tadel: Jeder Richter der Welt hätte mich bei einem Mord sofort freigesprochen, die Herzdame war nicht immer einfach zu handhaben.....(ich nominiere mich selber für den Friedensnobelpreis!)
- wie auch immer: unsere Beziehung hat es überlebt. Nur das zählt und unter dem Strich können wir sagen: "Härteprüfung, Schweregrad PROFESSIONAL" bestanden!

Was soll man sagen: Man ist Stolz, dies aber kurioserweise weniger auf das Haus, weil einen diese Baustelle nur noch nervt, und ein wenig ernüchtert zugleich.
Stolz: umso kritischer es wurde, umso intelligenter waren die getroffenen Entscheidungen. "Mal eben Werkzeug kaufen und selber machen" hat sich, dank gutem Werkzeug, bereits mehrfach rentiert.
(Details gehen zu weit, aber mal als Randnotiz: Die Korrektur der Fensteröffnungen wäre nicht gegangen, die Gurtkästen hätten die Fassade entscheidend gestört, der Treppenbauer hätte sich die Karten gelegt usw.)
Auch haben wir die Nerven nicht verloren (Schatz, erschlag mich ruhig: ICH habe die Nerven nicht verloren) und konsequent und intelligent Probleme gemeistert.

Ich hoffe in der nächsten Woche wird sich endlich mal ein positives Gefühl aufbauen, denke aber dies wird in jedem Fall passieren, wenn man erstmal drin ist. Letztlich wechseln wir ja von einem Vermieter der für jeden Mist zum Anwalt rennt, in ein Umfeld von echt tollen Nachbarn. Da freuen wir uns massiv drauf, letztlich ist das Umfeld ein Hauptbestandteil der Lebensqualität.
Wir denken von schwachsinnigen Gerichtsverhandlungen wechseln wir einfach zu nachbarschaftlichen Grillabenden. Das ist doch mal eine positive Aussicht!

Zugegeben: Die meisten (eigentlich ALLE) erklären uns für verrückt, weil wir in 6 Tagen dort einziehen werden. Am Montag war der Stand wie folgt:
- kein Strom auf den Steckdosen
- kein Wasser
- keine Toilette
- keine Innentüren
- Fliesenleger nicht fertig

Aber das war MONTAG ...zwei Tage her :-)
Die Jungs machen einen unfassbaren Job!
- Strom ist fast fertig, es fehlt nur Feinschliff in Form einzelner Aufputzdosen im Spitzboden und ein paar Abdeckkappen
- Innentüren sind ALLE eingebaut
- die erste Toilette hängt
- Fliesenleger ist fast fertig
- im Gäste WC ist schon fließend Wasser verfügbar.

DAS alles in 48 Stunden!!!!!!!!!

Hier mal ein großes Lob für den Fliseur (Fliesenleger).
Der hat sich mittlerweile als verlässlicher Kumpel bewiesen und mit seinen Kontakten und seinen Jungs unglaubliches geleistet. Ohne ihn wäre das wohl voll vor die Wand gefahren.
Der ist zum Bauleiter mutiert und hat uns, teils Sonntags, teils spät am Abend, jederzeit mit Rat und Tat unterstützt. Ein echter Handwerker mit Kenne und dem Herzen am rechten Fleck!
Innenputz, Trockenbau, Heizung, Sanitär, Fliesen (logisch)...das alles ist nur durch seine Kontakte finanzierbar und zeitlich möglich gewesen.

DANKE

Wie wir das zurück zahlen, wissen wir noch nicht. Geld wird das kaum sein und aufwiegen können.
Aber wir werden es zurück zahlen, das steht mal fest!

Was ist nun mit den "vielen Dingen"?

Ganz einfach:
Die Bodenbeläge und Badezimmer sind von einer Güte die nur schwer zu toppen ist. Das Ganze wird optisch ein Knaller und vom Material her absolute Oberklasse. Die Fenster sind nicht nur besser im Bereich der Energieeffizienz, sie haben auch ALU-Rollladen (schreibt man wirklich so!) die nicht nur edel, sondern auch ausgeschäumt sind, zudem alles, selbst im Spitzboden oder Badezimmer, 100% elektrisch.

Warum ist das für uns soviel besser? Ganz einfach: Wir haben das OHNE Mehrkosten gekriegt, alle Preise in diesem bereich bewegen sich unter dem Marktpreis und passten selbst in die, völlig verkorkste, Kalkulation des ehemaligen Bauunternehmers. Das Haus wurde also unterm Strich nicht einfach nur teurer, es wurde auch hochwertiger. Und dies dort, wo man es jeden Tag sieht.
Um es verständlicher zu machen:
Ja, unsere Kalkulation ist, dank des Bauunternehmers, völlig vor die Wand gefahren.
Aber das Haus in dieser Ausstattung liegt, verglichen zu marktüblichen Preisen, rund 40tsd Euro niedriger. Wir haben also 40tsd Euro weniger gezahlt als man dafür zahlen würde, jedoch trotzdem die ursprüngliche Kalkulation völlig gesprengt. Das liegt aber nicht an abgehobenen Vorstellungen, es lag schlicht und ergreifend am Unvermögen der Planer und des Bauunternehmers. Uns fällt die Finanzierung nun deutlich schwerer von der Hand, Nachfinanzierungen sind nie sonderlich glücklich, aber wir haben trotzdem nicht zuviel bezahlt.

Was passiert in den nächsten Tagen?

Uihhh....eine Menge.
Wir werden am 19.2. den Möbelwagen vor der Tür haben und ZEITGLEICH den Maler in der alten Wohnung. (ich gehe hier, dank völlig unberechenbarem und beratungsresistentem Vermieter kein Risiko ein)
Verfüllt ist das Haus noch nicht, dem Umzugsunternehmer muss ich noch beichten, dass er über Holzblanken laufen muss, unter denen in 2 Meter Tiefe "Schlamm" ist. Wände und Decken sind noch in Eigenleistung zu finalisieren....aber das wird schon.

1. die Makita-Front ist bereit zum nächsten Einsatz
2. ich lasse aus Schweden meinen völlig verrückten Freund einfliegen, der sich mit sowas auskennt und auf den man sich verlassen kann.Zeitgleich ist dies jemand, mit dem ich Unmögliches seit Jahren möglich mache. Wenn nicht mit dem, dann mit keinem. Was wir nicht schaffen, geht nicht.
(Sabrina sagte schon: der Typ ist teurer als jeder Handwerker, bei dem Bier was der Wikinger da verdrückt...und sie hat wahrscheinlich, gebe ich aber nicht zu, RECHT)

Das war ein langer, zu langer, Post, ich berichte über das was in den nächsten Tagen passiert im Folgepost.

Wenn ich es noch schaffe, stelle ich später ein paar Bilder ein.












Montag, 4. Februar 2013

259 Tage und noch 3 Wochen bis zum Einzug

In den letzten 2 Wochen ist einiges passiert aber es bleibt weiterhin spannend bis zum Einzug.

-Im Erd- und Obergeschoss müssen die Böden gefliest werden
-Die Betontreppe muss gefliest werden (Seit Bautag 258 in Arbeit)
-In der Dusche muss Estrich gegossen werden-Trockenbau im Badezimmer (Ablage in der Dusche und bei der Badewanne)
-Die Badkeramik muss angebracht werden
-Die Heizung im Spitzboden und die Handtuchhalterheizung im Bad müssen installiert werden
-Aufmaß für die Innentüren
-Im Bereich der Treppe zum Spitzboden muss der Estrich ausgebessert werden
-Die Kästen der Fussbodenheizung müssen zugemauert werden
-Der Innenputzer muss zum Nachputzen kommen
-Anbringung des Außenwasserhahn
-Installation des Verteilerkasten für Strom im Keller
-Wasseranschlüsse und -abläufe für die Waschmaschine sowie Stromanschluss für die Waschmaschine und den Trockner
-Wasseranschluss im Partykeller
-Anbringung unserer Buchestufen (Treppe zum Spitzboden) Termin am 18.02.

Die Küche kommt auch um den 18.02., der Aufbau wird 2 Tage dauern. Im Anschluss wird das Aufmass für die Arbeitsplatte gemacht. Die Lieferzeit beträgt ca. 1 Woche.

Diese drei Punkte hängen leider vom Wetter ab:
-Das Grundstück muss vom Restmüll gesäubert werden
-Das Haus muss bis zur richtigen Höhe verschüttet werden
-Putzen des Sockels nach Zuschüttung des Grundstücks

Eigenleistungen:
-Tapezieren und Streichen im gesamten Haus -Lackieren der Stahltreppe zum Spitzboden
-Fliesen des Kellers
-Im Bereich der bodentiefen Fenster muss Bitumen angebracht werden

Nächste Woche kommen der Elektriker und der Heizungsbauer und führen die Restarbeiten aus.

Die Mülltonnen sind mittlerweile bestellt und die gelbe Mülltonne steht sogar schon am Haus. Die Stadt Waltrop liefert alle 4 Wochen die blaue, graue und braune Mülltonne aus. Ich habe diese für den 13.02 bestellt, denn 4 Wochen ohne Mülltonnen wäre schlecht.



Sonntag, 3. Februar 2013

Tag 245 - Noch 5 Wochen bis zum Einzug

Letztes Jahr um diese Zeit waren wir noch ganz in unseren Planungen vertieft und konnten es kaum erwarten zu bauen. Heute stehen wir kurz vor dem Einzug. Nur noch 5 Wochen und wir ziehen um.

Bis dahin muss noch viel im Haus passieren:
-Im Erd- und Obergeschoss müssen die Böden gefliest werden
-Die Betontreppe muss gefliest werden
-In der Dusche muss Estrich gegossen werden
-Trockenbau im Badezimmer (Ablage in der Dusche und bei der Badewanne)
-Die Badkeramik muss angebracht werden
-Die Heizung im Spitzboden und die Handtuchhalterheizung im Bad müssen installiert werden
-Aufmaß für die Innentüren
-Im Bereich der Treppe zum Spitzboden muss der Estrich ausgebessert werden
-Die Kästen der Fussbodenheizung müssen zugemauert werden
-Der Innenputzer muss zum Nachputzen kommen
-Anbringung des Außenwasserhahn
-Installation des Verteilerkasten für Strom im Keller
-Wasseranschlüsse und -abläufe für die Waschmaschine sowie Stromanschluss für die Waschmaschine und den Trockner
-Wasseranschluss im Partyeller
-Anbringung unserer Buchestufen (Treppe zum Spitzboden)

Diese drei Punkte hängen leider vom Wetter ab:
-Das Grundstück muss vom Restmüll gesäubert werden
-Das Haus muss bis zur richtigen Höhe verschüttet werden
-Putzen des Sockels nach Zuschüttung des Grundstücks

Eigenleistungen:
-Tapezieren und Streichen im gesamten Haus
-Lackieren der Stahltreppe zum Spitzboden
-Fliesen des Kellers
-Im Bereich der bodentiefen Fenster muss Bitumen angebracht werden

Bestimmt habe ich noch Arbeiten vergessen. Aber eins ist sicher, langweilig wird es bis zum Einzug nicht.

Hier ein paar Eindrücke, nachdem der Trockenbauer fertig ist mit dem Obergeschoss und Spitzboden.












Treppe zum Spitzboden:



Rohr für den Außenwasserhahn:


Bereich der mit Bitumen versiegelt werden muss:

Dienstag, 8. Januar 2013

33. Bauwoche, Nachtrag

Um den letzten Post, der schon lang genug war, nicht noch weiter aufzublähen, hier nun noch weitere Infos aus der aktuellen Phase.

Wir haben das Sicherungskonzept mittlerweile fertig geplant. Ich glaube zwar kaum das jemand eine 300kg schwere Granitarbeitsplatte aus meiner Küche klaut oder einen schweren Einbaubackofen "mal eben" ausbaut, aber vor Einbrechern ist man heute ja leider nicht mehr sicher.

Wir haben zwar keine Reichtümer, Sabrina trägt keinen Schmuck (ich muss ja auch mal positive Eigenschaften meiner Regierung zum besten geben :-D) und lohnenswert was zu klauen gibt es bei uns sicherlich auch nicht, aber ein Einbruch ist immer ein Schock und kann einem, besonders der Frau, den Spass am eigenen Haus schnell verderben. Selbst wenn nichts von Wert gestohlen wird, ist man ja immer mit einem unguten Gefühl unterwegs und fühlt sich eventuell in den eigenen 4 Wänden dann nicht mehr wohl. Das wollen wir vermeiden.

Nach einer Beratung bei der Polizei (übrigens sehr empfehlenswert, einfach mal bei den Jungs auf der Wache fragen, die nennen Ansprechpartner!)

Neben den üblichen Sicherungen im Bereich der Fenster und der Tür, wurden wir auf ein tolles Alarmsystem aufmerksam. Der Clou des Systems ist sehr einfach erklärt:
Neben den üblichen Meldern im Bereich Fenster und Türen, sowie der obligatorischen Sirene nebst Außenblinklicht, wird hier mit Bewegungsmeldern IM HAUS und Nachtsichtkameras gearbeitet.
Der Witz dabei ist: Die Kamera kann bei völliger Dunkelheit Aufnahmen machen und diese werden direkt über das Internet als Video auf mein Handy und einen Server der Sicherheitsfirma übertragen.
Selbst wenn der Einbrecher den Alarm nicht scheuen sollte, er kann die von ihm aufgenommen Bilder nicht zerstören oder mitnehmen. Die sind gar nicht im Haus :-)
Zeitgleich werden ich und BEIDE direkten Nachbarn per SMS und Telefonanruf alarmiert :-D

Somit hat man, für den Fall das ein Einbrecher wirklich lautstark die gesicherten Fenster oder Terassen/Haustür aufbricht, in jedem Fall eine scharfe Videoaufnahme von ihm. Kann er machen was er will...er ist "auf Band". (schon erstaunlich was technisch heute alles geht. tagsüber sind die Aufnahmen perfekt und in Farbe, bei völliger Dunkelheit (0Lux!) sind sie schwarz/weiss, aber noch immer in super Qualität.Ist schon beeindruckend!)
Zeitgleich ist es sehr unwahrscheinlich das alle drei, also wir und zwei Nachbarn, zeitgleich nicht zu Hause oder in der Nähe sind.

Was wo genau installiert wird kann ich natürlich nicht öffentlich machen, das wäre wohl etwas sinnfrei. Auch werden wir nicht den Namen des Herstellers oder der angeschlossenen Sicherheitsfirma nennen, um kein Insiderwissen öffentlich zu stellen.

Ebenso haben wir uns daher entschlossen keine Innenaufnahmen mehr online zu stellen, sobald möbliert wird oder das Alarmsystem fertig installiert ist. Das Risiko das man auf den Bildern unter Umständen die Position einzelner Sicherungssysteme sehen kann wäre zu groß.
Es sei nur soviel verraten: Alle Wege ins Haus werden im Haus gefilmt, auch der Weg durch den Keller :-D

PS: Das man Möbel wie einen Schrank bei einem Einbruch wohl genauso wenig klaut, wie eine 300kg schwere Granitplatte ist uns auch klar, es geht viel mehr darum die "möglichen" Einbaupositionen vom Sicherheitssystem nicht zu verraten. Das hinter einem Schrank wohl eher keine Kamera sein kann, sondern eher irgendwo da, wo kein Schrank steht...sollte logisch sein :-)

Da man sich unserem Haus von keiner Richtung nähern kann ohne direkt auf der Strasse zu stehen (Haustür-> Strasse->3m!) oder durch des Nachbarn Garten zu gehen, sagte ich meiner Regierung nur:

Im Grunde genommen kann man von Wert bei uns eigentlich nur die Granitplatte klauen. Bargeld haben wir nie im Haus, Schmuck besitzen wir nicht...wer es aber schaffen sollte eine 300kg schwere Granitplatte durch eine eingeschlagene Terassentür oder Fenster zu klauen und dies ohne das jemand was bemerkt: der hat sie sich echt verdient. Der Monteur kommt mit Tragegurten und 6 Leuten zur Montage...

Zum Schluss noch was ganz wichtiges:

Mein toller Kickertisch wiegt 100kg und wird fest installiert.
(auf dem Boden verschraubt, besser beim spielen!)

DEN KLAUT MIR AUCH KEINER MAL EBEN :-D

Auch wenn der Schwarzmakrt für Kickertische sicherlich eher übersichtlich sein sollte ;)







Sonntag, 6. Januar 2013

33. Bauwoche, Tag schlag mich tot

Wir sind, allen Problemen zum Trotz, verdammt gut wieder in den Zeitplan gekommen.
Ein großes DANKE geht an die fleißige Bautruppe, am 2.1. (!) standen morgens um 7.30Uhr der Elektriker, Heizungsbauer & "Löti" an der Baustelle startbereit und haben GAS gegeben.

Ich dachte...gut! Toller Einsatz, keine Spur von Urlaubspause...aber wie GUT das war, sah ich erst später.

Wie auch immer der Heizungsbauer das gemacht hat: Er hat zwischen den Feiertagen irgendwie die RWE dazu gebracht, ihm eine Gasuhr mitzugeben.
Man muss dazu wissen: Der normale Weg ist eine schriftliche Beantragung mit anschließenden Paketversand (!) und einer daraus resultierenden Bearbeitungsdauer von 10 Tagen. Geplant war die Anlieferung der Gasuhr somit eigentlich erst für den 7.1.2013. Installiert wurde sie am 2.1.2013!
EINE Woche gewonnen!

Keine Ahnung was der genau für einen Aufstand gemacht hat, aber wir sagen DANKE :-)

Als wir heute, am 5.1.2013, zum Haus gekommen waren, staunten wir nicht schlecht.

- der Elektriker hat bereits die meisten Steckdosen, Rollladenschalter (schreibt man jetzt wirklich so), Sat-Anschlüsse und Netzwerkdosen installiert. Ebenso die Lichtschalter. Eigentlich sollte der nur "mal eben" Behelfsstrom für den Heizungsmann bauen, da unser Baustrom weg ist. KLASSE!
(Männer blühen eh immer auf, wenn sie Steckdosen und Kabel sehen. Ich ganz besonders :-D)

- im Haus war es sehr warm. Ich habe, man (n) kennt sich ja aus, auf die doch so wirksame Dämmung verwiesen, da sieht man halt mal was WDVS so alles kann usw....dann hörte ich eine zarte Frauenstimme aus dem Keller: "Die Heizung macht Geräusche". HÄ? Unfassbar: unsere Fußbodenheizung ist bereits im Betrieb! Wie auch immer das passiert ist: Die Jungs müssen wirklich rangeknallt haben. Gasuhr montiert, Gasleitungen verlegt, Therme unter Strom gesetzt, Heizung mit Wasser befüllt....und das Ganze irgendwie zwischen dem 2.1. 10Uhr (da bin ich gegangen und die Gasuhr war noch nicht mal vor Ort!) und dem 4.1..

Am Montag, 7.1. wir d der Dachdecker noch unser kleines Problem lösen, der Trockenbauer anfangen und der Fliesenleger startet mit den Wänden. Es wird zeitlich knapp, aber wir schauckeln den Einzug noch in 02.2013!


Kurios wird nun der direkte Vergleich mit dem Nachbarn.

- der Nachbar hat 5 Wochen vor uns angefangen
- der Nachbar baut ohne Keller, sollte also rund 4 Wochen schneller sein
- wir haben durch die Insolvenz stolze 8 Wochen (!) verloren, in dieser Zeit passierte NICHTS auf der Baustelle

Trotzdem werden wir zeitgleich einziehen :-)

Rechnerisch haben wir also 5 (Start) + 4 (Keller) + 8 (Insolvenz) = 17 Wochen aufgeholt!

Man muss allerdings auch sagen: Ich baue nie mehr, mit mir sicher auch keiner mehr :-D
Es schreibt sich jetzt leicht, aber die letzten Monate waren, vorsichtig ausgedrückt, verdammt hartes Brot. Ohne ins Detail zu gehen: Ich habe rund 7 Kilo abgenommen und komme vor 3Uhr auch gar nicht mehr zur Ruhe und ins Bett.

Es gibt aber auch gute Neuigkeiten:

- unsere künftigen Nachbarn sind Klasse. Da haben wir echt Glück gehabt.
(Stefan, zur Linken, wird sicherlich in Kombination mit mir der holden Weiblichkeit noch Kopfschmerzen machen....mehr muss man nicht sagen) Zur Rechten sind wir mit Ralf & Anhang (als Mann erwähnt man die Frauen namentlich aus reinem Respekt ja nicht) auch gut unterwegs, ich glaube das wird richtig schön werden.
- meine Regierung hat den Kardinalsfehler gemacht und mich auf ein super Angebot für einen Profi-Kicker aufmerksam gemacht. WURDE DIREKT BESTELLT. :-D (im Grunde kann ICH jetzt einziehen. Keller ist da, Kicker kommt, Steckdosen...was will man (n) mehr?)
- heute hatten wir die letzte Planung mit dem Fliesenleger, umgangssprachlich auch gerne "Fliseur" genannt. Ich glaube das wird richtig genial. Wir werden Bilder sprechen lassen und nicht zuviel im Vorfeld preis geben.... Material & Ausführung wird Champions League....
- das Thema Küche haben wir "gemeinschaftlich" in die richtige Richtung korrigiert. Es wird, Frau ist ja bescheiden, mehr als edel werden. Von der "bescheidenen" (erschießt sie, ich darf aus versicherungstechnischen Gründen nicht) Auswahl der Geräte abgesehen wird mit massiven Granitarbeitsplatten gebaut. Auch hier werden Bilder folgen, ich denke aber man kann sich damit behelfen. Ok, ich bin ehrlich: BONZENANGEBERKÜCHE. Da stehen wir doch alle drauf :-)
(hier gilt übrigens der besondere Dank meinem ehemaligen Arbeitgeber (dort arbeite ich seit 10 Jahren (!) nicht mehr) und den guten Kontakten des Fliseurs. Ohne dies wäre das nie im Leben finanzierbar gewesen!)
- der Männerpool an der Makita-Front ist in der finalen Ausbauphase. Ich bewege mich in Richtung Tim Tailor!
- Makita 125er Flex
- Makita 230er Flex (nur für echte Männer, das Ding zersägt ganze Autobahnen)
- Makita 18V LION Schlagschrauber (Angeberedition im Alukoffer)
- Makita Profi-Stichsäge

zudem, man (n) braucht ja Werkzeug, wird das ergänzt durch:
- Bosch Professional Laser-Messgerät (Tipp an jeden angehenden Bauherren: SOFORT KAUFEN, direkt am Anfang! Damit kann man in Sekunden alle Rohbaumaße (Fehler) sehen und es hilft enorm. Habe ich viel zu spät gekauft! Mit nem Zollstock kann keiner "mal eben" auf 2mm genau ne 10 Meter Wand vermessen, mit so nem Gerät dauert es 2 Sekunden!)
- 1500W Kreissäge mit 60mm Schnitttiefe und Laser
- 1100W Rührmaschine für Farben, Mörtel und Kleber usw.
- diverse Kleinsachen, Kuhfuß, Bolzenschneider (fragt nicht warum ich den kaufen musste, war ne Männeraktion), Diamanttrennscheibe (natürlich 230er, ist ja kein Kindergeburtstag) und so weiter...

Aufgrund der bislangen Erfahrung und den noch absehbaren Eigenleistungen (Keller, Dachstudio usw.) kann ich nur jedem Bauherren raten: Kalkuliert realistisch!
Mit Kinderwerkzeug wird jede Eigenleistung dreimal so schwer. 1000Euro rein an Werkzeug muss kalkuliert werden, von den zig hundert Euro die man zwischendurch, auch in der Bauphase schon, im Baumarkt lässt ganz zu schweigen. (Ausnahmen sind Handwerker, die bereits einen gewissen Bestand haben)
Klassisches Beispiel: schlappe 1 Meter (!) Abluftkanal mit allen notwendigen Zubehörteilen haben mich an Material rund 150Euro (für PLASTIK!) gekostet, zudem rund 5 Stunden Arbeit dies "estrichtauglich" in die Decke zu bringen. Ohne gutes Werkzeug wäre das gar nicht gegangen!
Mit "29Euro aus dem Real Werkzeug" hätte man wohl aufgeben müssen...

Wir werden die letzen Wochen weiter berichten, zum Einzug ist es ja nicht mehr lange.
Zudem werden wir den Blog dahingehend fortführen, dass wir weitere erwähnenswerte Leistungen/Resultate bildlich dokumentieren und dann auch ein Fazit schreiben.
Wahrscheinlich werde ich auch Erfahrungen im "eigenen Ausbau" zum Besten geben, eventuell hilft es ja anderen, genug zu tun bleibt ja! (95qm Keller, xxqm (weigere mich, habe drei  "Berechnungen" vorliegen) Dachstudio...da kommt noch ne Menge auf mich zu)

Ich denke wir haben wahrlich den worst case erleben/erleiden müssen und können daher so manchem Bauherren eventuell den ein oder anderen Tipp geben. Aus Fehlern lernt man, durch Herausforderungen wächst man!



 


224 Tage - 32 Bauwochen = Endspurt

Am 27.12. haben unsere Sanitär- und Heizungsfachmänner die Therme im Hauswirtschaftsraum montiert und die Wasseruhr an ihren Bestimmungsort angebracht. Um die Therme zum laufen zu bringen muss unter anderen das Abgasrohr angebracht werden, hierzu sind die Männer in den Spitzboden geklettert und dabei ist ihnen Feuchtigkeit an der Öffnung bzw. Dachziegel für die Abgasabführung aufgefallen. An alle Häuslebauer: Achtet bitte beim Montieren lassen dieses Dachziegels auf eine mögliche Öffnung oder Verschiebung der Dachziegel. Nun muss leider unser Dachdecker nochmal ran und den Bereich ausbessern. Das ganze muss bis zum 07. Januar passieren, denn dann soll die Heizung anlaufen.

Hier erkennt man gut den Dachziegel (rechter mit Rohr dran) mit der Führung für das Abgas.
Unsere WOLF Therme
Telekom, Strom, Gas und Wasser
Das Standrohr für den Putzer und Estrichleger konnte aufgrund der bereits vorhanden Wasseruhr nun auch zurück an Gelsenwasser (in Recklinghausen) gegeben werden. Wasser kann nun vorübergehend dort entnommen werden und wir erhalten die 1000 € Kaution zurück.

Nach nun einer Woche Estrich im Haus, beginnen die Fenster auch so langsam zu beschlagen und man merkt deutlich die Feuchtigkeit im Haus. Mein geschultes Auge hat in unserem Estrich aber Stroh entdeckt. Was mich schmunzeln lässt, bringt meinen Männe dazu seine Augen zu verdrehen. Mein "Stroh"  ist eine Faserkonstruktion, die in den Estrich eingebracht ist. Eigentlich sollten Stahlmatten zur Stabilität im Estrich verarbeitet werden, aber das war aufgrund eines Fehlers im Rohbau durch unseren ehemaligen Bauunternehmer nicht möglich. Alle Türhöhen, die sogenannten Stürze, wurden zu niedrig gesetzt. Nun musste unser Estrich in der Höhe geringer gegossen werden, damit die Türhöhe erreicht wird. Die Fasern im Estrich dienen bei einer dünneren Belaghöhe nun der Stabilität und vermeiden das Einreisen vom Estrich. Wer meint damit wäre das Problem nun gelöst, der hat falsch gedacht. Gleichzeitig stimmt die Höhe der ersten und letzten Stufe unserer Betontreppe im Keller, Erdgeschoss und Obergeschoss nun auch nicht mehr. Unser Fliesenleger muss nun die Treppe in der Höhe ausbessern. Sowas nennt man Bau****.

Die Woche haben wir gleichzeitig genutzt uns über die Farbgestaltung unseres Erdgeschosses Gedanken zu machen. Und da bei mir kein Kauf ohne einer gründlichen Marktbeobachtung gemacht wird, habe ich täglich mehrere Stunden im Internet Tapeten und Gardinen verglichen. Am Samstag war ich dann noch mit einer guten Freundin beim live Vergleich. Ende vom Lied. Blau/Petrol und Barock ist in diesem Winter nicht mehr "IN" laut einem Verkäufer Ich fühle mich schwer benachteiligt und meinen Wünschen wurde nicht nachgekommen.  Das Internet sieht das aber zum Glück ganz anders. Tapeten sind gefunden und bestellt.

Für den Flur, davor kommt ein größer Spiegel

Wand in der Küche, davor steht die Zeile mit den Elektrogeräten
Für unsere Küche müssen wir jetzt nur noch die Arbeitsplatte aussuchen. Wir schwanken zwischen 2 verschiedenen Granitarten. Beide Varianten passen zur weißen Lackfront und der Spüle (anthrazit) sowie grau/schwarzen Boden.
Steel Grey
Nero Assoluto
UPDATE zur Arbeitsplatte: Wir haben uns für Steel Grey entschieden. Die Arbeitsplatte passt perfekt zur Fliese.  Manchmal sind Entscheidungen wirklich schmerzlos. :-)