Dienstag, 30. April 2013

das versprochene Update zum Thema Internet oder: "Die Telekom, dein Freund und Helfer"

Ich möchte hier gar keine große Werbung machen, muss aber vorweg schicken, dass wir Internet & Telefon nicht bei der Telekom genommen haben, da Easybell dank ratenadaptivem DSL uns etwas mehr Bandbreite in unserem mittelalterlich ausgebauten Dorf (oder war es das kleine Dorf in Gallien.....Unbeugsame wohnen hier ja jetzt auch :-) ) zur Verfügung stellen konnte.

Immerhin stolze 8Mbit haben wir stabil anliegen, sicherlich nicht gerade High-Tech, aber als Überbrückung bis zum fertiggestellten Ausbau der Infrastruktur sicherlich ausreichend und funktional.


Dies aber nur vorweg geschickt, damit man sich nun gänzlich der beispielhaften Servicegeschichte widmen kann. Wohlgemerkt: Unser Anbieter, Easybell, hat bislang glänzenden Service!
Der hat nun wirklich alles getan was in seiner Macht stand...aber der Reihe nach:

Nachdem ich endlich einen Weg gefunden hatte, bei unsäglich hoher Leitungsdämpfung trotzdem irgendwas wie "nutzbares Internet", 1Mbit zähle ich nicht dazu, zu erhalten, bestellte ich das volle Programm: Einmal was die Leitung hergibt, einmal große Fritzbox, eine extra Faxnummer (werde ich in den nächsten 12 Jahren sicherlich MINDESTENS einmal benutzen, von daher muss man das haben...).

Nur wenige Tage später, ich erwachte unschuldig aus meinen Träumen vom World Wide Web, eigenem W-LAN und einer Festnetznummer. Hier im beschaulichen Baugebiet, in Herzen der grünen Stadt Waltrop, der Metropole an den Toren Dortmunds und....wurde ich von einem Anruf (!) geweckt.
Hier ist Easybell, sie haben vor drei Tagen bei uns einen Komplettanschluss bestellt. Ihr Schaltungstermin ist am 8.4. (das war 12 Tage nach Onlinebestellung, äußerst schnell, unsere Nachbarn haben Monate warten müssen). Eine Bestätigungsemail inklusive ihrer Rufnummer und Zugangsdaten erhalten sie innerhalb der nächsten 15 Minuten.

Ich für meinen Teil weiß nicht wirklich ob man um 7.20Uhr (!) einen Anruf erhalten muss, um darüber informiert zu werden, dass in den nächsten 15 Minuten eine Email ankommen wird...aber nun gut. Für den eifrigen Telefonkontakt von Easybell werde ich bald schon froh und dankbar sein, aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Am 8.4.dann, war der angekündigte große Tag! Ich konnte die Nacht kaum schlafen und träumte von W-LAN und dem eigenen Gigabit-LAN im neuen Haus, mitten im Dorf der Unbeugsamen, im schönen grünen Waltrop....wurde ich wieder aus dem Schlaf gerissen. Diesmal allerdings nicht von einer freundlichen Telefonstimme, sondern von Sauron dem Nussdieb (umgangssprachlich auch Sabrina genannt), welcher mir feundlich zu verstehen gab das ich aufstehen muss, da die Telekom kommt und sie ja jetzt weg wäre.

Naja...Kaffee kann man sich alleine machen, aufstehen musste ich tatsächlich. Mich erschütterte nichts, schließlich war ich GLEICH schon endlich online!
Sofern die Telekom vor der Abenddämmerung denn erscheinen mag, schließlich wollten die zwischen 8 und 12 Uhr kommen...vor 16Uhr rechnete ich also nicht ernsthaft damit.
DING DONG.
Um Punkt 8Uhr, also nicht etwa 8.01Uhr oder 7.58Uhr klingelte es und ein Mann der Telekom stand vor der Tür.
WOW. Es hatte sich doch tatsächlich ein Mitarbeiter der Telekom in dieses Baugebiet gewagt, obwohl die Stadt dies bislang ja augenscheinlich erfolgreich hatte verhindern können...aber lassen wir das.

Unfassbar pünktlich!

Noch unfassbarer war allerdings, das er um 8.02Uhr (!!!!) bereits wieder weg war.

Was hatte der Mann in 2 Minuten gezaubert? magisches....
Er steckte zwei Klingeldräthe mit einem Widerstand an den Übergabepunkt und sagte: Ich fahr zum Verteiler, in 2 Stunden geht hier alles.
Meine Rückfrage wie denn das funktionieren soll, wo er doch noch nichtmal die vorhandene TAE-Dose angeschlossen hat, deren Kabel direkt neben dem Anschlusspunkt im Keller liegt wurde höchst professionell, freundlich, kompetent und für jeden Laien klar verständlich beantwortet:
Na, da rupfen sie einfach das Zeug hier (seinen Klingeldrath) raus und stecken die Kabel oben in die ersten zwei Klemmen. Müsste "rot" und "blau" oder umgekehrt sein, müssen sie testen.

Da ich technisch kein echter Laie bin, habe ich mir jeden Protest gespart. Auflegewerkzeug ist im Haus, soll er machen und in 2 Stunden erobere ich die Welt online.

Es war 10Uhr....ich unterbrach diverse Renovierarbeiten und legte endlich die Kabel auf....nix.
Ok...dauert sicher ne Zeit....

12Uhr

14Uhr

16Uhr

18Uhr (hier wusste ich das wird heute nix mehr, habe mich aber tapfer mit dem ein oder anderen Bierchen zuversichtlich gestimmt)

20Uhr

21Uhr

21.01Uhr...es reichte. Ab in den Keller. ALLE Klemmen in ALLEN Kombinationen testen.
(so ne Nummer dauert übrigens ca. 5 Bier lang und zwingt einen sogar eine provisorische Steckdose (Verlängerungskabel KANN JEDER!) zu montieren, damit die Fritzbox in den Keller kann und man nicht dauernd die Treppe rauf latschen muss)

23.37Uhr.....ich geb auf. Bier ist alle, Internet geht nicht...

Am nächsten Tag suchte ich dann ausnahmsweise den telefonischen Kontakt zu Easybell.
Man war merkbar verwundert, die Telekom hatte schließlich "Vollzug" gemeldet.

Aber kein Problem, man würde eine Störungsmeldung an die Telekom geben und sich wieder melden. na super...dauert bestimmt ewig....
Weit gefehlt. Zwei Stunden später erhielt ich die Nachricht das am 12.04. nochmal jemand von der Telekom kommt und das überprüft.

Am 11.4. ging ich frohen Mutes und unschuldig wie ich war ins Bett. Ich träumte wieder von online Musikkäufen, der ein oder anderen Zockerrunde mit dem schwedischen General und dachte auch ich schaue eventuell mal bei Greenpeace, dem Deutschen Roten Kreuz und Peta mal auf der Webseite vorbei. Man könnte sich mal informieren, was Gutes tun....

Sauron weckt mich, es ist der 12.4..
Das Waltrop...schön...vor den Toren von...Metropole...und so grün...habe ich in der Aufgregung ganz vergessen. HEUTE wird es was! Bestimmt! Selbst die Telekom bringt es nicht fertig, zwei so schlechte Leute nacheinander zu einem Kunden zu schicken.

Man muss ganz klar sagen:
Ja, stimmt. Die Telekom schickt keinesfalls zweimal einen unfähigen Deppen zu ein und demselben Kunden. SIE KOMMT EINFACH GAR NICHT.

Peta, rotes Kreuz, Greenpeace...alles Bullenpisse. Hab eh kein Internet und letztlich war das ja eh nur ein Traum. Genau wie das Internet...

Abends dann der Gipfel, eine Email von Easybell:
Herzlichen Glückwunsch, wir haben ihren Anschluss nun auf die volle Bandbreite freigeschaltet!

Ich will nicht sagen außer mir vor Wut, aber sagen wir mal weniger unschuldig und ohne jede Sonne im Herzen, hier war jetzt die schwarze, kalte, erbarmungslose und mächtige HÖLLE, rief ich erneut bei Easybell an. Nachdem ich die arme Dame aus dem Callcenter mit einem massiven Sperrfeuer von wüsten Drohungen, Weltuntergangsszenarien und diversen Fakten vollgeschossen hatte, ging mein Puls wieder unterhalb von 200.
Die Dame, man muss sagen das war wirklich ein Profi!!!, entschuldigte sich im Namen von Easybell für die Telekom und forscht mal nach der Ursache. Sie meldet sich später.
Nachdem ich ja nun wusste, dass Easybell sich wirklich immer meldet, habe ich das dann mal so wirken lassen.

Nachmittags kam dann der Anruf von Easybell.
Der Telekomiker hat doch allen ernstes als Report an die Telekom/Easybell geschickt, dass er niemanden angetroffen hat.
ICH war zu Hause, 4 (!!!) Fenstermonteure haben Feineinstellungen an meinen Fenstern gemacht und die verdammte Haustür war durchgehend von 8-19Uhr (!!!) sperrangelweit offen. WELCHER HIRNTOTE KANN DENN DA KEINEN ANTREFFEN? Eine glatte Lüge also, der ist nichtmal los gefahren. Dies sagte ich der Easybell auch sehr deutlich und man wollte sehen was man tun kann.
Freitags....nach 15Uhr....was sollte da wohl noch passieren....

Ich war gerade mit dem Gedanken beschäftigt ob Peta es wohl auch ablehnen würde, wenn ich mir aus dem Fell eines Telekomtechnikers eine Jacke schneidern würde, als mein Telefon klingelte.

Hier ist Easybell, wir haben den Fall auf höchster Ebene esakliert und können ihnen mitteilen, dass ein Telekomtechniker morgen, Samstag 13.04., zu ihnen kommen wird und das Problem löst.

Ja, er löst es...sicherlich...alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei und der Weihnachtsmann ist auch keine Erfindung von CocaCola.

Ich habe dann vom 12.4. auf den 13.4. die halbe Nacht mit dem schwedischen General über eine Mobilfunkverbindung gezockt und so ziehmlich alles erschossen was sich bewegt. Sauron hatte den Auftrag morgens die Stellung zu halten, für den unwahrscheinlichen Fall, dass wirklich auf einem Samstag jemand kommen sollte....

Ich erwachte aus meinen ganz und gar nicht mehr unschuldigen Träumen gegen 10Uhr.
Die mittelalterliche Gehöfftgruppe mit Namen Waltrop lag mir sowas von egal irgendwo im drecks Grünen kurz vor dem völlig unbedeutendem Dortmund und ich war in der mitte des steinzeitlichen Baugebietes und gab einen Affen um Peta und Konsorten....als Sauron zu mir kam und berichtete.
Es war ein Telekomtechniker da! Jetzt leuchtet was an der Fritzbox auf, was wusste sie nicht.

Voller Fassungslosigkeit stand ich auf und trottete langsam zum Router. "SYNC".
Noch immer ungläubig zapfte ich mir einen Kaffee und startete den PC.
ONLINE.

Es stellte sich folgendes heraus:
Unser Übergabepunkt war am Verteiler gar nicht angeschlossen.
Der erste Telekomiker hat also schlicht einen Widerstand montiert und ist danach untätig nach Hause gefahren.
Der zweite Telekomiker war Realist und sagte sich: Ich fahr erst gar nicht hin, bringt eh nix.

Und der Dritte, diesmal wohl kein Komiker, hat dann endlich die Wundertat vollbraucht und zwei dusselige Kupferkabel am Verteiler angeschlossen.
Und siehe da, das Leben lehrt jeden Tag, kaum macht man es richtig, FUNKTIONIERT ES.

Wenn man bedenkt das der Übergabepunkt im Keller in druckwasserdichter Ausführung nur läppische 700Euro gekostet hat und der "Anschluss" von Easybell dann nur nochmal lächerliche 50Euro kostete, kann man sich im Grunde gar nicht beschweren.
Die RWE hat es immerhin fertig gebracht uns mehr als 3 Mille für nen Strom und nen Gasanschluss zu berechnen und behauptete danach noch schlanke 2 Monate lang das wir diese gar nicht hätten....

Das war wohl dann ein Rekordeintrag.

Der nächste Eintrag wird kürzer und enthält Bilder.

VERSPROCHEN.







Samstag, 20. April 2013

Renovieren on the fly

Tja, was soll man sagen.
Wir sind DRIN.

Früher eingezogen als geplant, viel früher....aber drin.

Wie sieht so ein Haus unter diesen Umständen aus?
Sehr einfach:
- außen ist noch nichts verfüllt, man muss über eine Bretterbrücke in das Haus
- innen ist nur der Boden fertig, sprich Wände, Decken...alles noch völlig nackt
- man hat keine Küche und stellt eine Mikrowelle auf den Boden
- die Heizung läuft noch ohne Steuerung, also im ungeregelten "baller mal was raus" Status

usw.

Faktisch ist das schon nahe dem Camping. Man kann nicht Kochen, alles sieht noch sehr stark nach Baustelle aus (und riecht auch so) und man lebt im Grunde aus dem Koffer. Schränke baut man nicht wirklich auf, würden ja beim Streichen und Tapezieren stören....
Nebenher hat man ein Wechselbad aus ALASKA und der WÜSTE GOBI.
Mangels Regelung gibt die Heizung irgendwas zwischen "volle Pulle" und "ich mach nix" raus.


Spielte für uns aber keine Rolle. Erstens mussten wir umziehen und hatten keine großen Wahlmöglichkeiten, zweitens musste das Umfeld, man erinnert sich an die Gerichtsverhandlung und kann sich die daraus resultierende Stimmung "daheim" dann vorstellen, gewechselt werden.
Da war dann auch Mikrowellenfrass (und das ist er wirklich: UNGLAUBLICH was einem da als "Essen" verkauft wird) egal, Dreck und "nicht fertig" und Lärm um das Haus waren echt Nebensache.

Die Küche wurde auch zwischenzeitlich geliefert und montiert, die zugehörigen Granitarbeitsplatten ebenso.

Hier fehlt noch das ein oder andere Detail:
eine Sockelleiste
eine Schublade muss getauscht werden
der Spritzschutz (auch Granit, Material ist schon da) muss noch montiert werden

Ist aber eher optischer Feinschliff, die Küche ist 100% funktional!

Wir bauten (und bauen) Stück für Stück an unserem neuen Heim.
Wilde Spachtel- und Schleifaktionen zur Vorbereitung (mit allem damit verbundenem Staub), tolle Streichaktionen mit familiärer Unterstützung (hier nochmal DANKE dafür) und jeden Tag ein Stückchen mehr.

Es wird so langsam was und wir zwei, Sabrina und ich, haben so langsam raus wer für was ein Talent hat.

Sagen wir es mal so: Acrylfugen kann sie nicht, streichen ist sie nicht der Champ drin und alles was handwerklich den Einsatz von schwerem Gerät (gehört übrigens auch eine Stichsäge zu...) ist eh nur meine Baustelle.

Aber das meine ich nicht, egal wie es klingen mag, negativ. Meine Regierung hilft wo sie kann und im Spachteln und Schleifen ist sie auch recht gut! Die Aufgaben verteilen sich halt anders. Ich putze hier gar nix (muss sie eh lernen, sie WOLLTE so ein großes Haus :-D) und Themen wie Wäsche, Kochen und Einkaufen sind auch nicht wirklich meine Baustelle.

Gesunde Arbeitsteilung, keiner hat Langeweile.

Im Grunde sind wir richtig gut dabei. Offene baustellen sind noch:
- ein Kinderzimmer
- Diele
- Treppenhaus
- Keller
- Dachboden
- Außenanlagen

Der Rest ist bis auf geringen Feinschliff an der ein oder anderen Ecke FERTIG.

In diesem Monat machen wir noch:

das fehlende Kinderzimmer

bis Ende Mai machen wir noch
Diele & Treppenhaus

Was sonst noch in diesem Jahr passiert ist von der Zeit und den Finanzen abhängig.
Wichtig wäre, zumindest in Teilen, noch das Dachstudio. Hier fehlt eine Absturzsicherung und die muss dringend her.

Da um uns noch gebaut wird und die Straße ebenso noch nicht fertiggestellt wurde, richten wir unseren Fokus mal eher auf "drinnen".
Grillen, wurde bereits getestet, und draußen sitzen geht auch ohne fertige Außenanlagen, hier lassen wir es langsam angehen.

Details meiner Nebenbaustellen lasse ich mal weg, das würde den Rahmen sprengen und regt mich eh wieder nur auf.
Was hier so manch ein "Fachbetrieb", ich spreche da mal den Elektriker im Besonderen an!!!, geliefert hat, ist eine Schande. Ich habe mit einem Arbeitskollegen das Netzwerk im Haus aufgelegt...nach 10 Minuten haben wir alle Schimpfwörter die wir kennen mindestens zweimal gesagt gehabt! Fachliche Beurteilung des Elektrikers: UNTERIRDISCH.
Wie man es schaffen kann bei 7 Netzwerkdosen SIEBEN MAL unterschiedlich aufzulegen, versteht man wohl erst nach massivem Drogen oder Alkoholmissbrauch.
Wenn man sich dann in Erinnerung ruft, dass es im Grunde nur zwei übliche Standards (wer es wissen will: 568A und 568B) gibt und die Netzwerkdosen dahingehend farblich codiert sind....macht man sich dann direkt die nächste Flasche Nervengold auf, sonst regt man sich nur noch mehr auf.
Wir haben zu ZWEIT schlanke 6 Stunden gebraucht um dieses Chaos nutzbar zu machen.
(damit man das versteht: das Auflegen auf ein Patchpanel, bei Einhaltung eines Standards, dauert inklusive Montage der Zugentlastung usw. rund eine Stunde)

An dieser Stelle ein DANKE an den Arbeitskollegen!

Wollte ich eigentlich gar nicht schreiben, aber eine innere Stimme....


Wie dem auch sei, ET WIRD.

Im nächsten Post, diese Erinnerung ziehe ich mir heute sicherlich nicht mehr, berichte ich mal was zum Thema "Internet".
Will im Grunde keiner wissen, sollte aber jeder erfahren.
Unfähigkeit & Arbeitsverweigerung erhalten eine neue Definition...dazu aber beim nächsten Mal mehr.

Heizung ist auch noch so ein Thema....


Ich werde morgen mal sehen was ich so an Bildern freigeben werde.
Ich weiß das viele Bilder sehen wollen, kann ich auch verstehen, es gibt aber leider auch gewisse Zeitgenossen die dies dann zu unrühmlichen Taten nutzen, und das bitte ich auch zu verstehen.

Bilder werden also nur veröffentlicht, wenn sie:
- sicherstellen das sie nur Dinge zeigen die man nicht klauen kann
- sicherstellen das kein Teil der Sicherungsanlage ersichtlich oder vermutbar ist



Sonntag, 14. April 2013

Lebenszeichen

Es ist viel passiert, soviel, dass leider keine Zeit war, hier weiter zu berichten.
Holen wir jetzt aber nach!

Ich weiß nicht ob ich wirklich alles in diesen Post kriege, geschweige denn ob es, im Sinne der Lesbarkeit, überhaupt Sinn machen würde.

In Stichpunkten:
- Auszug Wohnung
- Renovierung Wohnung
- Übergabe Wohnung
- Einzug Haus
- Renovierungen Haus (diverse Baustellen...)
- Küche
- weitere Planungen


Ich fange mal mit dem Auszug/Umzug an, dies war spannend aber ist ja letztlich nun auch Geschichte.

Warum war der spannend?
Sagen wir mal die äußeren Umstände machten es spannend.
Wir haben am 19.2. unseren Lebensmittelpunkt in das neue Haus verlagert.
Da wir terminlich bedingt den Umzug leider spontan 14 Tage (!) vorverlegen mussten, gab es einige Sonderzugaben.

- im Haus waren nur die Bäder und Böden fertig. keine Wand, keine Decke, nix....
- im Haus gab es keine Küche
- ein Umzug mit Freunden fiel leider aus, wir mussten spontan innerhalb der Woche mal eben umziehen. Also wurde eine Firma beauftragt. Ungeplante Kosten....aber notwendig um das Drama zu beenden.
- am Umzugstag haben wir ZEITGLEICH die Wohnung renoviert, sprich gestrichen, Bohrlöcher zu usw..

Der Umzug war, da durch eine Firma gemacht, nicht so spannend. Ich hab zu Hause alles auseinander gebaut, Sabrina hat im neuen Haus koordiniert wo alles hin soll. Die Jungs haben geschleppt...

Im Nachhinein muss ich klar sagen: Mich hat das Geld am Anfang echt geärgert, völlig ungeplant, die Belastungen waren dank der Insolvenz eh schön richtig grenzwertig...und das war in meinen Augen unnötig, bislang habe ich jeden Umzug selber gemacht.

Mit ein wenig Abstand sage ich: gut investiertes Geld. Bei dem ganzen Chaos und Ärger hätte mich ein Umzug wahrscheinlich körperlich umgehauen. (man bedenke: in der alten Wohnung musste alles eine 100m lange Auffahrt geschleppt werden, nicht befahrbar mit großen Fahrzeugen, Eingang im Hof) Es gab im Haus ja noch mehr als ausreichend zu tun, die gesparte Energie vom Umzug konnten wir gut gebrauchen.

Spannend war der Kunstgriff, während dem Umzug die ganze Wohnung zu renovieren.
95qm Wohnung, alle Wände und alle Decken streichen...auch nicht "mal eben".
Hier hat uns unser kroatischer Freund, der Fensterbauer, wieder massiv geholfen.
Der hat, für völlig überschaubares Geld, einen Malermeister aus Serbien angeschleppt und dann haben wir zu dritt die Bude gestrichen.
Hintere Räume nach vorne ausräumen, abkleben...streichen...bis dahin war dann vorne wieder Platz...nächster Raum usw.

Geile Aktion!

Die Wohnung war am Auszugstag bereits komplett fertig renoviert, es musste nur noch eine Endreinigung durchgeführt werden.

Sabrina hat dann, bekloppt wie sie ist am nächsten Tag früh morgens schon (die ist um kurz nach 7 gefahren!), in den Tagen darauf die Reinigung übernommen. Sie wollte es "schnell weg" haben....und, man muss ja mal oben: Sie hat ganze Arbeit geleistet! Die Bude war nicht sauber, sie war rein :-)

Wohnungsübergabe:

Auf den Tag habe ich mich nicht gerade gefreut, irgendwie hing da schon wieder der Duft von Anwalt, Gericht & Unfug im Raum. Es kam aber ganz anders....

Am 27.2., einen Tag vor dem von mir gemeinten Übergabetag, hatte ich die Idee, im Baumarkt eben ne neue Klobrille zu kaufen und die zu montieren. Hygiene ist da ein Thema und ich dachte mir, manchmal schon eine spirituelle Gabe, wer weiß ob man damit nicht Punkte sammeln kann um die Fronten zu stabilisieren.

Gesagt getan...wir fuhren also am 27.2. direkt vom Baumarkt zur alten Wohnung...und trafen dort auf den Vermieter in Begleitung seines Sohnes. Ich fragte noch mit geheuchelter Höflichkeit, ob es denn
bei MORGEN 15Uhr bleiben würde....die Antwort war recht überraschend: Der Termin war HEUTE um 15Uhr, wir warten seit mehr als 2 Stunden auf sie.

Er hatte leider RECHT.
Im ganzen Chaos ist mir das völlig durch gegangen, ich hatte immer Mietvertragsende 28.2. im Kopf!

Also improvisieren....dazu habe ich ja ein gewisses Talent :-D

UND, ich hatte den Klodeckel!

Wir haben dann die Wohnungsübergabe, zumindest für uns, spontan gemacht.

Ich fasse es kurz: blablabla...blablabla...(aus Sicherheitsgründen nenne ich keine Details, wer weiß wer das hier alles verfolgt) und mein Klodeckel hat die Stimmung dann in positive Gewässer wechseln lassen. Er war schwer davon angetan, dass ich sogar auf solche Details achte.

Bemängelt wurde jedoch noch das ich "Unrat" auf dem Spitzboden hätte und dieser natürlich zu entsorgen ist.
Ich wusste nichtmals das es dort einen Spitzboden gibt....aber egal:
Verabredet wurde, mangels Leiter, dass wir uns am nächsten Tag (28.2.) nochmal dort treffen und nach der Beseitigung des Unrats ich die Schlüssel und er die Kaution aushändigt.

Der 28.2. wurde dann, LAST NOT LEAST, zu MEINEM Tag.

Große Show...musste mich bei seienr Firma melden, wurde dort 5 Minuten warten gelassen...und dann kam das ganze Gefolge direkt mit.
Zwei Mitarbeiter, der Sohn...ein Abnahmeteam so zu sagen.

Und dann kam MEINE Show :)

Ich habe ne Leiter dabei gehabt, einer seiner Mitarbeiter wurde noch oben geschickt und ich sollte dann die einzelnen Dinge erklären.
Dummer Weise war nur leider ALLES vom Vormieter. Recht einfach belegbar...es stand überall sein Name drauf :-D

Der Vermieter musste sich somit bei mir entschuldigen.

Statt Anwalt & Gericht gab es also ein wenig Chaos (auf beiden Seiten) und eine Entschuldigung, wenn auch nicht für diese unsinnige Gerichtsverhandlung, seitens des Vermieters.

Hätte schlimmer kommen können....


Ich denke ich schließe den Post nun, alles Weitere kommt in den nächsten Post.